Wie viel Geld schenkt man zur Taufe?
Zur Taufe sind 20 bis 50 € von Freunden, 50 bis 100 € von enger Familie und etwa 100 bis 150 € von Paten ein verbreiteter Rahmen. Es gibt keinen Pflichtbetrag. Wichtiger sind die eigene finanzielle Lage, eine klare Idee für das Geld und persönliche Worte für Kind und Eltern.
Die Taufe ist einer dieser Anlässe, bei denen Erwachsene über einen Betrag nachdenken, den das beschenkte Kind noch nicht einmal zählen kann. Wie viel Geld man zur Taufe schenkt, richtet sich deshalb weniger nach dem Alter des Kindes als nach der eigenen Rolle: Freunde der Familie geben häufig 20 bis 50 €, enge Verwandte 50 bis 100 €, Paten oft 100 bis 150 €. Großeltern liegen je nach Familie ebenfalls in diesem Bereich oder schenken langfristig.
Das sind Richtwerte, keine Eintrittspreise für die Feier. Wer mit 30 € eine liebevolle Karte und verlässliche Nähe schenkt, handelt nicht weniger großzügig als jemand mit einem dreistelligen Umschlag.
Richtwerte: Diese Beträge passen zur Taufe
| Beziehung zum Taufkind | Häufig passender Betrag | Gute Ergänzung |
|---|---|---|
| Bekannte, Nachbarn, entfernte Verwandte | 10–30 € | Persönliche Taufkarte |
| Freunde der Eltern | 20–50 € | Kleines Buch oder Erinnerung |
| Tante, Onkel, enge Familie | 50–100 € | Foto, Zeitgutschein oder Sparziel |
| Patentante oder Patenonkel | 100–150 € | Eigener Wunsch für den gemeinsamen Weg |
| Großeltern | 50–200 € | Direktgeschenk oder langfristige Anlage |
Ähnliche aktuelle Orientierungen nennt auch die Stuttgarter Zeitung. Entscheidend bleibt dort ebenfalls die Nähe zum Kind – nicht die Größe der Feier.
Paten und Großeltern: Mehr Geld ist nicht die einzige Form von Verantwortung
Gerade Paten geraten leicht in die Rolle des familiären Premium-Schenkers. Dabei ist die Patenschaft kein Abonnement auf hohe Beträge. Ein guter Maßstab ist: Schenke heute so, dass du dich auch bei Kommunion, Konfirmation oder dem 18. Geburtstag noch wohlfühlst. Verlässlichkeit über Jahre ist wertvoller als ein großer Auftakt, dem später wenig folgt.
Großeltern können überlegen, ob sie einen Teil direkt schenken und einen Teil langfristig zurücklegen. Vorher sollten sie mit den Eltern klären, ob es bereits ein Konto oder Depot auf den Namen des Kindes gibt. So entstehen nicht drei verstreute Sparbücher, von denen später niemand mehr weiß.
Soll das Geld heute Freude machen oder für später wachsen?
Bei einer Babytaufe gibt es drei vernünftige Wege:
- Freie Hilfe für die Familie: Der Betrag darf für Kleidung, Kinderzimmer oder den Alltag genutzt werden. Dann sollte das offen so gemeint sein.
- Ein späterer Wunsch: Das Geld wird für Fahrrad, Hobby, Klassenfahrt oder einen anderen Wunsch des Kindes zurückgelegt.
- Langfristiges Sparen: Bei größeren Summen wird auf einem Konto oder Depot im Namen des Kindes gespart. Dazu passt unser Überblick, wie man Geld für Kinder sinnvoll schenkt.
Eine Zweckidee darf Orientierung geben. Eine strenge Auflage ist bei einem normalen Taufgeschenk meist unnötig und schafft eher Missverständnisse.
So wirkt das Tauf-Geldgeschenk persönlich
Weil das Kind die Karte heute nicht selbst liest, schreibt man für zwei Zeitpunkte: für die Eltern am Tauftag und für das Kind später. Ein guter Text braucht weder Bibelzitat noch Pathos. Drei Sätze reichen: warum du dich über das Kind freust, was du ihm für seinen Weg wünschst und wofür das Geld gedacht sein könnte.
„Heute können wir dir noch nicht erklären, wie sehr du unser Leben bereicherst. Dieses Geschenk soll später einen Wunsch möglich machen – und wir möchten bis dahin viele Schritte mit dir gehen.“
Ein persönlich gestaltetes Geldgeschenk zur Taufe lässt sich als QR-Code in die Karte legen. Ein Foto vom Tauftag oder ein kleines Buch übernimmt den bleibenden Teil; die digitale Geschenkseite hält Betrag und Widmung zusammen.
Fazit: Der passende Betrag muss nicht beeindrucken
Zur Taufe zählt die Beziehung, nicht die Rangliste auf dem Geschenketisch. 20 bis 50 € von Freunden, 50 bis 100 € von enger Familie und etwa 100 bis 150 € von Paten sind eine brauchbare Orientierung. Wer weniger geben kann, schreibt mehr Persönlichkeit in die Karte. Wer mehr geben möchte, klärt bei langfristigen Plänen zuerst die praktische Verwaltung mit den Eltern.
FAQ
Häufige Fragen zu Wie viel Geld zur Taufe
Wie viel Geld schenkt man als Pate zur Taufe?
Häufig werden etwa 100 bis 150 Euro genannt. Der Betrag muss aber zum eigenen Budget passen; eine langfristig gelebte Patenschaft ist wichtiger als eine hohe Summe am Tauftag.
Wie viel schenken Großeltern zur Taufe?
Je nach Familie sind 50 bis 200 Euro üblich. Bei höheren oder regelmäßig geplanten Beträgen sollte vorher mit den Eltern über Konto, Anlage und Zweck gesprochen werden.
Sind 50 Euro zur Taufe zu wenig?
Nein. Für Freunde und viele Verwandte sind 50 Euro ein großzügiges und völlig angemessenes Taufgeschenk.
Gibt man das Geld den Eltern oder dem Kind?
Ein Geschenk an das Kind gehört dem Kind, auch wenn die Eltern es verwalten. Soll das Geld ausdrücklich den Eltern im Alltag helfen, sollte das klar so formuliert werden.
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